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Konfliktlotsen

Seit 2016 gibt es an der Robert-Reinick-Grundschule Konfliktlotsen. Sie helfen in den Hofpausen bei akuten Streitigkeiten und Konflikten, können die Schüler_innen aber auch in vereinbarten Mediationsgesprächen bei der Bewältigung von Konflikten begleiten und unterstützen.

 

Konfliktlotsen sind Schülerinnen und Schüler, die eine besondere Ausbildung im Verfahren der konstruktiven Konfliktbehandlung erhalten haben. Diese Ausbildung findet in der fünften Klasse statt. Hier haben die Schüler_innen gelernt, allparteilich zu bleiben, Vertraulichkeit zu wahren und die Streitenden zu Kompromissen zu leiten.

Weitere Lerninhalte während der Ausbildung sind: Aktives Zuhören, Lesen von Körpersprache, Aufmerksamkeit, Vertraulichkeit, Zurückhaltung, Allparteilichkeit, Regelkenntnis, Beherrschen von Schlüsselsätzen, gewaltfreie Kommunikation, Kenntnisse in Intervention und Deeskalation.

 

Eine Streitschlichtung kann nur Erfolg haben, wenn Konfliktlotsen eine allparteiliche Haltung einnehmen, d.h. sie unterstützen die Konfliktparteien gleichermaßen bei ihrer Lösungsfindung. Weil jeder Mensch aber persönliche Meinungen, Vorlieben und Vorurteile hat, ist das Entwickeln dieser Haltung sehr schwierig und muss ständig geübt werden.

Um Streitende zu ermutigen, offen zu sprechen, muss Vertraulichkeit zugesichert werden. Nur mit der Sicherheit, dass sämtliche verhandelte Inhalte im Raum bleiben, entsteht die Bereitschaft über verletzte Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen.

 

Natürlich streiten sich auch Konfliktlotsen manchmal, aber jeder Konfliktlotse hat gelernt, wie man "richtig" mit einem Streit umgeht. Also den  KONSTRUKTIVEN UMGANG MIT KONFLIKTEN. Da ist Schlagen, Treten, Spucken, Kratzen, Drohen und was noch so alles denkbar ist, nicht mehr drin. Konfliktlotsen haben immer auch eine Vorbildfunktion an ihrer Schule und werden von anderen genau beobachtet.