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Helden des Altags

Helden des Alltags


Es war einmal im Sommer 2019, als die braungebrannten sowie erholten Pädagogen und Pädagoginnen noch gut gelaunt und voller Tatendrang das Schulgebäude der Robert-Reinick-Grundschule betraten. Jedoch mussten sie sogleich die erste Herausforderung meistern, das Mittagsband. Es galt ca.600 Zöglingen das Speisen an der Mittagstafel zu ermöglichen. Aber wie sollte das möglich sein in einem kleinen Festsaal, welcher nur 100 Knaben und Mädels beherbergt? Und welche wagemutigen Ritter und holden Damen sollten die Kinderscharen beaufsichtigen? Diverse Konstrukte wurden zuvor kollektiv erarbeitet, kolorierte, tabellarische Übersichten erstellt und wieder verworfen. Nun galt es, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Diese erste Schwierigkeit wurde mit Bravour gemeistert. Im September öffneten die Pauker Türen und Tore, um künftige Zöglinge in ihren Bann zu ziehen. Nach dem Motto „Ihr Kinderlein kommet“ schlenderten die interessierten Besucher durch die weitläufige Bildungsstätte. Auch diese Mission „Tag der offenen Tür“ war erfolgreich.
Den Oktober verschönerte ein akustischer Höhepunkt. Ein Konzert der Panoramaklassen in der Berliner Philharmonie war Balsam für die Seelen der Eltern und Lehrkräfte und bildete einen krönenden Abschluss der Herbstferien.
Der November sorgte für Abwechslung. Zunächst versammelten sich die Lehrkräfte sowie Erzieher und Erzieherinnen in dem Festsaal, um solidarisch, Schulter an Schulter ein einheitliches Vorgehen bei den vielgestaltigen Regelverstößen der Sprösslinge zu erarbeiten.
Auch diese Prüfung bewältigten die Pädagogen und Pädagoginnen produktiv. Die Krönung des Erfolges trug den nüchternen Titel „Maßnahmenkatalog bei Regelverstößen“.
Bereits vier Tage später wurde per Dekret zum großen Weihnachtsbasar eingeladen. Bei Speis und Trank parlierte die fröhliche Gesellschaft bei zahlreichem Pläsier und brachte viele Taler unters Volk. Die freiwilligen Abgaben dienten einem guten Zweck. Die stattliche Summe von 2390 Münzen finanzierte die Spiele für die „Bewegte Pause“ sowie eine Maschine zur wohlschmeckenden Aufbereitung von Mais. Die Besucher fanden auch an diesem Spektakel Wohlgefallen und amüsierten sich prächtig.
Den siegreichen Jahresabschluss bildete die fröhliche Kollegiumsweihnachtsfeier. Es wurde gespeist, getrunken, gewichtelt und getanzt. Das neue Jahr 2020 startete mit einer weiteren, organisatorischen Hürde, dem Zirkusprojekt. Die Köpfe rauchten, die Boten wurden entsandt, Schriftrollen verfasst und Brieftauben geschickt. Doch alles für die Katz. Den Narren musste die Absage erteilt werden. Der Pechregen kam über uns in Form von winzigen, roten Kügelchen namens Corona.
Die systemrelevanten Helden und Heldinnen des Alltags waren gefordert, ihre Schützlinge
weiterhin zu lehren und mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Aber auch die Eltern bewältigten heldenhaft ihre neue Rolle als Hauslehrer und -lehrerinnen. Beide Seiten begaben sich wagemutig in neue, digitale Gefilde, um heroisch den Bildungsauftrag zu erfüllen. Leider gingen wenige Kinder im Kampf unter, aber Aufgeben war keine Option. Wir gingen siegreich aus
dieser Schlacht hervor. Zwar musste das Heer in verschiedene, kleine Bataillone aufgeteilt werden, welche jede zweite Woche antraten, um ihre grauen Zellen zu reanimieren, was sich jedoch als Goldregen sowohl für die Kinder als auch die Lehrkräfte entpuppte.
Und nun ritten die Helden des Alltags ihrem wohlverdienten Happy End entgegen. Und sie verlebten glücklich und zufrieden ihre Sommerferien.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Di, 16. Juni 2020

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